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Renteninformation

Worin unterscheiden sich Renteninformation, Rentenauskunft und Versicherungsverlauf? Und was muss man tun, wenn etwas nicht stimmt?

Wie entwickeln sich die Rentenansprüche?

Die Deutsche Rentenversicherung verschickt jedes Jahr Millionen von Informationsschreiben an ihre Kunden, um diese über ihre aktuellen Ansprüche und über die Ansprüche, die sie voraussichtlich im Alter zu erwarten haben, zu informieren.

Die Renteninformation

Die Renteninformation bekommt jeder, der mindestens 27 Jahre alt ist und für den mindestens 60 Monate Rentenbeiträge gespeichert sind - zum Beispiel Pflichtbeiträge, freiwillige Beiträge oder Kindererziehungszeiten.

Damit bekommt der Versicherte folgende Angaben an die Hand:

  • Die Höhe einer Erwerbsminderungsrente, die er derzeit bei voller Erwerbsminderung erhalten würde
  • Die Höhe der bisher erreichten Rentenanwartschaft, wenn er jetzt 67 Jahre alt wäre
  • Drei Hochrechnungen mit unterschiedlichen Rentenanpassungen zur Altersrente bei Rentenbeginn mit 67 auf Grundlage des Verdienstes in den vergangenen fünf Jahren

Die Hochrechnungen sollen auf eventuelle Versorgungslücken im Alter aufmerksam machen. Sie werden auf der Grundlage der aktuellen Rechtslage erstellt. Gesetzliche Änderungen können deshalb erst in den folgenden Renteninformationen berücksichtigt werden.

Die spätere Altersrente kann von dieser Prognose abweichen, wenn man beispielsweise in den vergangenen fünf Jahren sehr viel verdient hat und später das Einkommen niedriger wird.

Die Rentenauskunft

Ab dem 54. Lebensjahr bekommen die Versicherten statt der Renteninformation alle drei Jahre eine Rentenauskunft.

In ihr erfahren die Versicherten die Höhe der Regelaltersrente (ab dem 67. Lebensjahr), aber ohne eine Hochrechnung. Es werden also nur die im Versicherungsverlauf gespeicherten Rentenzeiten berücksichtigt.

Der Versicherungsverlauf

In dieser Auflistung aller bei der Rentenversicherung gespeicherten Zeiten kann man beispielsweise ablesen, ob alle Beitragszeiten, Arbeitslosen- und Krankheitszeiten richtig gespeichert sind und ob der rentenversicherungspflichtige Verdienst in richtiger Höhe registriert ist.

So lassen sich Lücken im Rentenkonto erkennen.

Und wenn was nicht stimmt?

Nicht alle Rentenzeiten werden automatisch gespeichert. So können beispielsweise Schul- und Hochschulzeiten oder Kindererziehungszeiten im Versicherungsverlauf fehlen.

Es kann auch sein, dass Beitragszeiten mit falschen Angaben über Dauer oder Verdiensthöhe gespeichert sind oder gar nicht aufgeführt werden.

In all diesen Fällen würde die errechnete Rente letztendlich nicht stimmen.

Wenn Sie das feststellen, stellen Sie einen Antrag auf Kontoklärung bei Ihrem Rentenversicherer. Die Kontoklärung sorgt dafür, dass alle Rentenzeiten im Konto korrekt gespeichert werden und letztendlich die richtige Rentenhöhe berechnet wird.