Itzehoer Versicherung / Brandgilde von 1691 Versicherungsverein a. G., Itzehoer Platz, 25521 Itzehoe, Tel.: +49 4821 773-0
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29.07.2010
Zweites JLTA-Arbeitstreffen in der Bayerischen Musikakademie
Vom 23. bis 25. Juli trafen sich die Preisträger und Coachs des John Lennon Talent Awards in der Bayerischen Musikakademie Schloss Alteglofsheim – der Schwerpunkt lag dieses Mal auf der Bühnenperformance.
Eine riesige Bühne, tolles Licht, fetter Sound – und mittendrin Joshua Rabenau, der auf allen Vieren wie ein Löwe brüllend über die Bühne läuft. Der Schlagzeuger der Newcomerband She Wants Chaos aus Hamburg hat nicht etwa zu tief ins Glas geguckt. Nein, der Grund für das auffällige Verhalten liegt ganz woanders – und zwar bei einem Versicherungsunternehmen. Bereits zum zehnten Mal richten die Itzehoer Versicherungen in diesem Jahr den John Lennon Talent Award aus, der Newcomer bundesweit mindestens ein Jahr intensiv und individuell fördert.
Beim zweiten Arbeitstreffen der elf Preisträger in der Bayerischen Musikakademie im Schloss Alteglofsheim ging es im Schwerpunkt drei Tage lang um das Thema Bühnenperformance. Dass Joshua beim nächsten Auftritt nicht als wildes Steppentier auf die Bühne gehen wird, ist klar. Doch Coach Leopold Kern versucht, den Bands neue Wege zu zeigen, um eine Show für das Publikum bunter und interessanter zu machen „Das zentrale Thema lautet: Wie erreiche ich mein Publikum? Dazu muss ich mich als Künstler öffnen und meine Energie nach außen projizieren“ sagt Kern, der Opern- und Liedgesang in Wien und Freiburg studierte. Um dies zu erreichen, bedient er sich ungewöhnlicher Methoden wie der Tierimitation. Und tatsächlich, Joshua kann durch entsprechende Mimik und Körperhaltung durchaus überzeugen, die neue Energie ist für Coach und Band spürbar.
Auch Katja Petri von der Band On a Sunday aus München ist fasziniert von der Coachingmaßnahme: „Oft machen Kleinigkeiten den großen Unterschied. Vor dem Wochenende haben wir nie den aktiven Blickkontakt mit dem Publikum gesucht. Jetzt wissen wir, wie wichtig das ist“, sagt die Münchenerin.
Aber auch wenn die Bühnenshow ein zentrales Thema war, gab es an diesem Wochenende noch acht weitere Angebote für die jungen Musiker und Musikerinnen. So analysierte der Hamburger Singer/Songwriter Niels Frevert beispielsweise mit den hoffnungsvollen Nachwuchskünstlern ihre Texte, während Frank Oberpichler im Workshop „Komposition und Arrangement“ Songstrukturen besprach und neu zusammensetzte.
Für die so wichtige wirtschaftliche Seite der Musik hatte der JLTA ebenfalls einiges im Angebot: „Bei uns steht bald eine EP-Veröffentlichung an. Deshalb war für uns besonders interessant, wie wir unser neues Werk am besten promoten können. Die Antwort gab es im Workshop Selbstvermarktung“, sagt Maria Saugspier, Bassistin der Band Heavy Ride. Doch egal in welchem Workshop die elf Preisträgerbands des JLTA 2010/2011 auch saßen – kompetenter Ansprechpartner aus dem Musikbusiness konnten sie sich überall sicher sein. Und so ließen die ersten Fortschritte nicht lange auf sich warten: „Es ist toll, die Entwicklung von Coaching zu Coaching zu sehen. Wir sind viel sicherer geworden. Ich kann es kaum erwarten, unsere neuen Erkenntnisse bei nächsten Auftritt live umzusetzen“, verrät Katja Petri.