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„Der Kampf um das Licht“

Itzehoe, 13.12.2019

Der Kampf um das Licht

Ein schöner Spaziergang am Sonntag mit der Familie, da möchte man nicht zwischen riesigen Betonklötzen laufen, sondern zwischen grünen Bäumen und Büschen gehen, während man sich die Sonne auf die Haut strahlen lässt. Und ein Wald ist nicht nur schön anzusehen, sondern bringt zahlreiche Vorteile. Es werden Gase sowie Stäube gefiltert und lebenswichtiger Sauerstoff erzeugt – als Lebensraum für Insekten und Tiere ist er ein stiller Rückzugsort.

Diese Argumente sind schon mehr als genug, um die Geschäftsführer der bessergrün GmbH, Frederik Waller und Arend Arends zu überzeugen, selbst einen Wald zu pflanzen. Die ersten 10.000 Bäume sind jetzt im Boden. Doch wie funktioniert es, einen ganzen Wald an etwa zwei Tagen in den Boden zu bringen? Natürlich maschinell, schließlich ist der Boden schwer zu graben, die Pflanzungen von 10.000 Bäumen hätten für die zuständige Försterei ohne maschinelle Hilfe bis zu Ostern gedauert. Ebenso wichtig: mit System.

Der Großteil des Waldes wird später mit hohen, kräftigen Eichen bestanden sein. Diese Baumart ist zwar robust und langlebig, wächst aber verhältnismäßig langsam. Darum werden die ersten Reihen der Bäume, die zum Feldweg und den freien Feldern hin gerichtet sind, mit schnellwachsenden Bäumen wie Rotbuche und Birke besetzt. Die wachsen schnell und bilden so einen natürlichen Schutzwall gegen ziehende Winde – immerhin zwei Grad Temperaturunterschied macht ein solcher Baumbestand für die kleineren Bäumchen dahinter aus.

Auch das zum Teil enge Zusammenstehen der Bäume hat einen Sinn. Haben sie viel Platz, so wachsen Bäume gemächlich in die Breite. Sind sie aber in Konkurrenz, so recken sie sich gen Himmel. „Der Kampf um das Licht“, wie ein Förster es etwas poetisch ausdrückte.

„Wir sind hier, weil auch Versicherungen und Unternehmen einen Beitrag zur Erhaltung und Entwicklung unserer Umwelt leisten müssen“, sagt Frederik Waller, einer der beiden Geschäftsführer der bessergrün GmbH. Darum ist für das folgende Jahr auch eine weitere Baumpflanzaktion geplant – im Idealfall wieder auf dem Gelände der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. Und im Idealfall auch mit mehr Bäumen. Von 30.000 bis sogar 50.000 neuen Setzlingen ist die Rede. Auch die Landesforsten wären dieser Entwicklung sicherlich nicht abgeneigt. In Schleswig-Holstein soll der Waldanteil von elf auf zwölf Prozent steigen. Sponsorenprojekte zur Erstaufforstung sind daher auch ein Baustein in unserer Nachhaltigkeitsstrategie, mit der wir strukturierte, vorratsreiche und stabile Mischwälder schaffen, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind“, so Tim Scherer,Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten.

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Über den Autor

Tore Degenkolbe

Mag: Schreiben, Bergsteigen, schwarzen Kaffee
Mag nicht: Lebensmittelverschwendung, leere Worte, binomische Formeln