Die Itzehoer Versicherungen verwenden Cookies, um die Webseite bestmöglich an die Bedürfnisse der Besucher anpassen zu können. Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Nähere Informationen zu Cookies

Suche öffnen Suche schließen

50 Prozent mehr für eine Rückleuchte?

Itzehoe, 09.10.2019

Ein kleiner Rempler oder ein Zusammenstoß: Die Reparatur von Autos wird immer teurer. Das liegt an den steigenden Preisen für Ersatzteile.

Drei Beispiele: Eine Rückleuchte kostete vor fünf Jahren noch durchschnittlich 120 Euro – im August 2018 waren es dann bereits 178 Euro – eine Preissteigerung um fast 50 Prozent. Eine Kofferraumklappe verteuerte sich um 34 Prozent, eine hintere Seitenwand um 29 Prozent.

Insgesamt stiegen die Preise von August 2017 bis August 2018 im Schnitt um 4 Prozent, für Scheinwerfer sogar um 7 Prozent, das hat eine Auswertung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) der Schadenkalkulations-Datenbank von Audatex ergeben.

Dafür haben die Ingenieure und Statistiker des GDV die Ersatzteilpreise für 20 verschiedene Fahrzeugtypen verglichen. Dabei berücksichtigten sie Kleinwagen genauso wie Oberklasse-Modelle. Für jeden Wagen prüften die die Preise für zwölf typische Ersatzteile wie Windschutzscheiben und Kotflügel. Damit steigen die Reparaturkosten nach Unfällen. 2013 kostete die Kfz-Haftpflichtversicherer ein Schaden im Schnitt 2.400 Euro, im vergangenen Jahr bereits 2.700 Euro.

Der GDV hofft jetzt auf eine Gesetzesänderung: Helfen könnte eine Lockerung des so genannten Designschutzes: Derzeit schützt er nicht nur das Design eines Modells, sondern auch alle sichtbaren Ersatzteile der Karosserie. Deshalb müssen sie immer vom Hersteller des Autos gekauft werden.

„So wird der Wettbewerb ausgeschaltet und der Markt für sichtbare Ersatzteile monopolisiert“, sagt Tibor Pataki, Leiter der Abteilung Kraftfahrtversicherung im GDV. „Besser und vermutlich auch günstiger wäre es, wenn die Verbraucher zwischen verschiedenen Ersatzteil-Herstellern wählen könnten.“ Die Versicherungswirtschaft fordert daher, die sichtbaren Karossiere-Teile künftig vom Designschutz auszunehmen – und diese sogenannte Reparaturklausel sowohl für Neufahrzeuge als auch für Gebrauchtwagen gelten zu lassen.

Weitere Infos und Tabellen zum Thema gibt es hier.

Diesen Artikel teilen

Über den Autor

Jan Müller-Tischer

Seit 50 Jahren bin ich Itzehoer. 30 Jahre davon war ich als Reporter unterwegs. Erst bei der Zeitung, dann beim Radio und danach viele Jahre beim Fernsehen. Und jetzt bei den Itzehoer Versicherungen. Ganz was anderes? Nö - denn der Job ist immer der gleiche: Es geht darum, komplizierte Dinge schnell und einfach rüberzubringen.

Was macht eigentlich? Wie geht eigentlich? Wozu brauche ich eigentlich? Darüber blogge ich hier.