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Fahrtraining mit Pferdehänger

Itzehoe, 20.08.2020

Was passiert, wenn ich mit meinem Pferdeanhänger doch mal eine Vollbremsung machen oder schnell ausweichen muss? Das konnten die Teilnehmer unseres Fahrsicherheitstrainings in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsinstitut Nord in der Fahrwelt Hungriger Wolf jetzt ausprobieren.

Für manche etwas überraschend: Das Hänger-Training beginnt ohne Hänger. Zunächst üben die Teilnehmer eine Vollbremsung auf trockener und nasser Fahrbahn. Trainer Bernd Klindworth erklärt, warum: „Damit man den Unterschied er-fährt. Man lernt, was zum Beispiel der Auflaufmoment des Anhängers später tatsächlich ausmacht. Wie wirkt sich das auf griffiger oder glatter Fahrbahn aus?“

Dann geht es mit den Hängern weiter. Auch, wenn die Anhänger für dieses Training natürlich leer bleiben müssen, finden die Teilnehmerinnen im Slalom und bei zahlreichen Vollbremsungen schnell heraus, wie sich ihr Gespann im Ernstfall verhält.

„Für das Fahrgefühl ist das heute gut, um mehr Sicherheit zu kriegen. Beim Bremsen auf gerader Strecke, bei der Vollbremsung und im Aquaplaning waren die Übungen gut, um dafür ein Gefühl zu bekommen“ meint Anne Frischmann in der Mittagspause.

Dabei hilft die moderne Technik enorm, erklärt Bernd Klindworth, der sich noch gut an seine Trainings vor 20 Jahren erinnern kann: „Die Technik bringt Fahrstabilität, in diesem Fall besonders das ABS, das das Fahrzeug bei der Bremsung gerade hält. Ohne ABS würden alle vier Räder beim Zugfahrzeug stehen – und das würde bedeuten: Die Fahrzeuge würden ausbrechen, einknicken und eindrehen.“ Trotzdem hat die moderne Technik Fahrsicherheitstrainings dieser Art nicht überflüssig gemacht. „Man muss mit der Technik auch umzugehen wissen, und das muss man natürlich üben. Bestimmte Handlungsmuster sind auch mit der Technik in jeden Fall wichtig, denn der Fahrer muss ja wissen, was er tatsächlich machen kann, wenn er in so eine Situation kommt.“

Danach geht es ans Eingemachte: Immer schneller fahren die Gespanne im Kreis – auch auf einer nassen Fahrbahn. „Bei den Kurven hüpfen gut austarierte Hänger nicht so schnell“ meint Fahrerin Anna Stahnke hinterher „aber wenn sie hüpfen, dann schaukeln sie sich auch sehr schnell auf.“

Spätestens ab 15 Uhr ist allen die Anstrengung anzusehen. Das Fazit des einzigen Mutter-Tochter-Teams am Start: „Die Vollbremsung bei nasser Fahrbahn hat mir unheimlich viel Sicherheit gegeben und von dem ganzen Tag bin ich echt schwer begeistert“, meint Mutter Petra Schnoor. Und ihre Tochter Sinja, gleichzeitig jüngste Teilnehmerin, ergänzt: „Also ich glaube, das ist für jeden gut, der noch ein bisschen Sicherheit braucht und Vertrauen – denn dadurch lernt man sich und sein Gespann auch nochmal besser kennen.“

Hier unser Videobeitrag zum Thema:

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Über den Autor

Jan Müller-Tischer

Seit 50 Jahren bin ich Itzehoer. 30 Jahre davon war ich als Reporter unterwegs. Erst bei der Zeitung, dann beim Radio und danach viele Jahre beim Fernsehen. Und jetzt bei den Itzehoer Versicherungen. Ganz was anderes? Nö - denn der Job ist immer der gleiche: Es geht darum, komplizierte Dinge schnell und einfach rüberzubringen.

Was macht eigentlich? Wie geht eigentlich? Wozu brauche ich eigentlich? Darüber blogge ich hier.