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Mit Frühlingsgefühlen auf die Straße

Itzehoe, 14.02.2019

80 Kilogramm wog das Wildschwein, das in der vergangenen Woche in Itzehoe vom Stadtförster erlegt wurde. Das Tier war immer wieder im Bereich Lehmwohld, einem Wäldchen mitten in der Stadt, gesehen worden. Schnell hätte es auf die Straße gelangen und so einen Unfall verursachen können. 80 Kilogramm, die plötzlich vor dem Auto stehen – keine Erfahrung, die Autofahrer gern machen möchten. Im vergangenen Jahr kollidierten in Schleswig-Holstein tausende Autofahrer mit Wildtieren – sie konnten nicht rechtzeitig ausweichen oder bremsen. Natürlich gibt es solche Unfälle nicht immer im Stadtgebiet, sondern vor allem auf Überlandstrecken.

14.000 Verkehrsunfälle gab es von Januar bis November 2018 mit Wildtieren. Bei 50 der Fälle wurden laut Landespolizei Menschen verletzt. Für einen Menschen ging eine solche Kollision tatsächlich tödlich aus. Im Vorjahr waren es rund 15.300 Wildunfälle. Die Tendenz ist steigend. 2012, 2013 und 2014 wurden jährlich rund 13.000 Wildunfälle registriert. Die Gründe dafür sind zum einen, dass die Unfälle häufiger als früher gemeldet werden, oder aber zum anderen, dass es mehr Wildtiere gibt.

Wichtig ist, dass der Fahrer sich nicht zu riskanten Ausweichmanövern hinreißen lässt, wenn plötzlich ein Tier auf der Fahrbahn erscheint. Besser ist, wenn möglich, abzublenden, zu Hupen und zu bremsen. Im Herbst, während der Brunft, wird insbesondere vor liebestollen Hirschen gewarnt. Doch auch im Frühjahr ist die Tierwelt nicht zu unterschätzen. Frühlingsgefühle machen die Wildtiere teils blind für ihre Umwelt. Besonders groß ist die Gefahr dort, wo Straßen etwa Waldgebiete durchschneiden, warnt das Ministerium für Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Besonders gefährlich sind Fahrten in der Morgen- oder Abenddämmerung, weil sich die Tiere dann auf Nahrungssuche befinden und um ihr Revier kämpfen.

Wenn es doch einmal zu einer Kollision mit einem Tier kommt, gilt es vor allem Ruhe zu bewahren. Als erstes sollte die Warnblinkanlage eingeschaltet und die Unfallstelle gesichert werden. Dazu gehören auch das Aufstellen eines Warndreiecks und das Anlegen einer Warnweste. Optional ist die Verwendung einer Pannenlampe, die insbesondere auf außerstädtischen Strecken dafür sorgt, dass die Unfallstelle gut sichtbar ist. Diese Lampen gibt es beispielsweise im Sicherheitsshop der Itzehoer Versicherungen . Nachdem die Unfallstelle abgesichert ist, wird der Notruf 110 gewählt. Die Einsatzleitstelle informiert dann die zuständigen Jagdpächter, die das verletzte Tier aufspüren.

Eine Wildunfallbescheinigung ist nicht mehr zwingend notwendig, damit der Schaden von der Versicherung reguliert wird. Allerdings muss der Versicherte nachweisen, dass Wild den Schaden verursacht hat. Daher sollte die Werkstatt Spuren von Blut und Haaren am Fahrzeug dokumentieren. Typische „weiche Einbeulungen“ sind ein weiteres Indiz für einen Unfall mit Wild.

Foto: Pixabay/Marisa04

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Über den Autor

Geertje Meyer

Geschichten erzählen wollte ich schon immer gern. Deshalb bin ich Texterin geworden, denn nichts ist spannender als wahre Geschichten. Gelernt habe ich mein Handwerkszeug bei einer Lokalzeitung.