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Wildunfälle

Itzehoe, 12.10.2018

Viele schauen schon gar nicht mehr hin. Ein toter Vogel im Graben, eine überfahrene Katze am Straßenrand - immer wieder kommt es auf unseren Straßen zu Unfällen mit Tieren: 720mal pro Tag. Der Schaden pro Zusammenstoß liegt im Durchschnitt bei 2.580 Euro, der gesamte wirtschaftliche Schaden durch Wildunfälle stieg im vergangenen Jahr von rund 653 Millionen auf fast 682 Millionen Euro. Jahr für Jahr gibt es auf deutschen Straßen rund 2.500 solcher Unfälle mit Personenschaden durch Wild auf der Fahrbahn.

Experten gehen dabei von einer großen Dunkelziffer aus, denn viele Unfälle werden nicht gemeldet. Besonders jetzt im Herbst steigt die Gefahr einer Kollision enorm an: Die Brunftzeit macht das Wild vor Liebe blind. Deshalb ist es wichtig, mitzudenken. Auch, wenn kein Warnschild am Straßenrand steht. Autofahrer sollten ruhig auf ihren gesunden Menschenverstand hören und mal ein bisschen langsamer fahren. Denn es kommt entscheidend auf die Geschwindigkeit an: Zunächst einmal haben Wildtiere erstaunlicherweise vor schnelleren Fahrzeugen weniger Angst als vor langsamen.

Eine Beispielrechnung: Nehmen wir an, wir fahren mit den Wagen und 60 Meter vor uns springt ein Hirsch auf die Straße. Fahren wir 80km/h – dann schaffen wir es mit einer Vollbremsung, fünf Meter vor dem Tier anzuhalten. Fahren wir jedoch 100km/h – dann beträgt die Aufprallgeschwindigkeit trotz Vollbremsung noch mehr als 60km/h. Entsprechend steigt die Gefahr für die Tiere – und auch für die Autoinsassen.

Dabei kann man das Risiko minimieren, wenn man sich an einige entscheidende Hinweise hält. Ganz wichtig: Wo ein Reh zu sehen ist, kommen oft noch mehr. Also immer sofort die Geschwindigkeit verringern, auch wenn man das Tier schon wieder zwischen den Bäumen verschwinden sieht. Wenn tatsächlich plötzlich ein Reh am Straßenrand oder auf der Straße steht, sofort abblenden, hupen und bremsen, aber nicht riskant ausweichen – das ist häufig die Ursache schwerer Unfälle.

Grundsätzlich kommt die Teilkaskoversicherung für den entstandenen Schaden mit Haarwild auf. Doch was ist, wenn ein Fasan, ein Hund oder eine Katze einen Unfall verursacht? Bei den Itzehoer Versicherungen kann man beispielsweise mit den Tarifen KOMPLETT und TOP DRIVE einen Schutz für die Kollision mit Tieren aller Art abschließen.

Was tun, wenn es nun doch passiert ist? Nach einem Zusammenstoß sollte zunächst die Warnblinkanlage eingeschaltet und die Unfallstelle gesichert und die Polizei (110) informiert werden: Die Einsatzleitstellen haben Listen der örtlichen Jagdpächter. Nur sie können verletzte Tiere aufspüren. Eine Wildunfallbescheinigung ist nicht mehr zwingend notwendig für eine Regulierung des Schadens. Grundsätzlich muss der Versicherte nachweisen, dass Wild den Schaden verursacht hat. Spuren von Blut und Haaren am Fahrzeug sollten daher von der Werkstatt dokumentiert werden. Ein weiteres Indiz sind „weiche Einbeulungen“, typische Karambolage-Folgen mit Wild.

Foto: pixabay/GoranH (Ausschnitt)

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Über den Autor

Jan Müller-Tischer

Seit 47 Jahren bin ich Itzehoer. Seit 28 Jahren Reporter. Erst bei der Zeitung, dann beim Radio und danach viele Jahre beim Fernsehen. Seit drei Jahren Blogger. Und jetzt ganz neu bei den Itzehoer Versicherungen. Ganz was anderes? Nö - denn der Job ist immer der gleiche: Es geht darum, komplizierte Dinge schnell und einfach rüberzubringen.

Was macht eigentlich? Wie geht eigentlich? Wozu brauche ich eigentlich? Darüber blogge ich hier. Und ich bin sicher: Ich werde selbst noch einiges dabei lernen. Themen, Ideen, Anregungen? Gern! Schreibt mir einfach unter jan.mueller-tischer@itzehoer.de.