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Nie ohne Helm

Itzehoe, 09.08.2019

Gerade Erwachsenen ist er oft lästig – der Fahrradhelm. Wenn man sich jedoch erst einmal an ihn gewöhnt hat, dann stört er kaum noch. Aber er schützt – das zeigen wissenschaftliche Auswertungen:

Helme können die meisten lebensbedrohlichen Kopfverletzungen tatsächlich verhindern oder abmildern. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Zusammen mit dem Institut für Rechtsmedizin München und dem Universitätsklinikum Münster wurden dafür 543 Unfälle mit verletzten Radfahrern aus den Jahren 2012 und 2013 ausgewertet und die Datenbank getöteter Verkehrsopfer der Ludwig-Maximilians-Universität München genutzt.

Das Ergebnis ist deutlich: Von 117 tödlich verunglückten Radfahrern hatten nur sechs einen Helm getragen. Mehr als die Hälfte der getöteten Radfahrer starben an einem Schädel-Hirn-Trauma. Auffallend war dabei auch, dass mehr als die Hälfte aller verletzten Radfahrer allein, also ohne Unfallgegner, verunglückt sind.

Hier einige interessante Fakten aus der Studie:

  • Die Helmtragequote variiert je nach Region, Altersgruppe und Fahrradnutzung stark. Bei verletzten Radfahrern der Studie betrug sie 17 Prozent. Die Bundesanstalt für Straßenwesen ermittelte zuletzt eine Quote von 15 Prozent bei innerörtlichem Radverkehr.
  • Alleinunfälle waren im Fallmaterial die häufigste Ursache von Kopfverletzungen; schwere Kopfverletzungen entstehen allerdings häufig bei Kollisionen mit Fahrzeugen.
  • Schwere Kopfverletzungen finden sich überproportional häufig bei älteren Radfahrern.
  • Schnelle Radfahrer haben ein höheres Kopfverletzungsrisiko, tragen aber auch häufiger einen Helm. Deshalb weisen sie meist nur leichtere Kopfverletzungen auf.
  • Bei den getöteten Radfahrern war die Todesursache in 50 Prozent der Fälle ein Schädel-Hirn-Trauma, die Helmtragequote lag nur bei 5 Prozent.
  • Typische Unfallabläufe: Alleinunfall mit Sturz auf die Seite oder über den Lenker und bei schweren Kollisionen mit Pkw der seitliche Anstoß mit Kopfanprall gegen die Frontscheibe.
  • Früher gab es die Helme ja noch nicht - das könnte der Grund dafür sein, dass sich Senioren nicht so recht damit anfreunden können. Nach einer Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft sind 75 Prozent der Befragten Senioren ohne Helm unterwegs – mehr als in allen anderen Altersklassen.

Während in allen Altersstufen bis zu 25 Menschen bei Fahrradunfällen starben, starben insgesamt 80 Senioren bei einem Fahrradunfall. Außerdem kommen noch mehr als 1500 Schwerverletzte dazu – das sind ebenfalls mehr als bei den jüngeren Verkehrsopfern.

Dabei werden viele Menschen mit dem Alter unbeweglicher und reagieren langsamer – können also einen Sturz nicht mehr so abfangen wie jüngere. Dazu kommt, dass viele auch mit schnelleren Elektrofahrrädern unterwegs sind – auch dadurch steigt das Verletzungsrisiko.

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Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Helm die Prüfnorm DIN EN 1078 erfüllt. Er sollte an beiden Schläfen bis in den Bereich der Wange und des Ohres reichen. Denn dort im unteren seitlichen Bereich des Kopfes entstehen die schwersten Verletzungen.

Foto: Manfred Richter / Pixabay

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Über den Autor

Jan Müller-Tischer

Seit 50 Jahren bin ich Itzehoer. 30 Jahre davon war ich als Reporter unterwegs. Erst bei der Zeitung, dann beim Radio und danach viele Jahre beim Fernsehen. Und jetzt bei den Itzehoer Versicherungen. Ganz was anderes? Nö - denn der Job ist immer der gleiche: Es geht darum, komplizierte Dinge schnell und einfach rüberzubringen.

Was macht eigentlich? Wie geht eigentlich? Wozu brauche ich eigentlich? Darüber blogge ich hier.