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So überbrückt man seinen Wagen richtig

Itzehoe, 20.12.2017

Manchmal passieren ja merkwürdige Dinge: Vor rund einem Jahr zum Beispiel sprangen plötzlich beide Autos meiner Familie nicht mehr an. Wir mussten erstmal einen der Wagen mühsam anschieben, damit ein Überbrückungskabel von Freunden holen und konnten dann das zweite Auto (Automatik) endlich überbrücken. Was ich in der Hektik völlig vergessen hatte: Einen Wagen anzuschieben ist bei modernen Fahrzeugen nicht mehr zu empfehlen - denn dabei kann der Katalysator beschädigt werden.

Der Grund: Es war kalt, und beide Batterien schon älter. Im Sommer geht es dann gerade noch, in Herbst oder Winter wird es knapp. Nach einem langen Winterwochenende war Kapazität unserer Batterien schlicht erschöpft. Das kann daran liegen, dass die Batterien bei vielen kurzen Fahrten nicht richtig laden können, oder dass sie im Winter einfach weniger Energie aus der Lichtmaschine bekommen – denn dann sind im Wagen viele Stromverbraucher eingeschaltet – die Beleuchtung etwa, die Heckscheiben-, Lenkrad-, Außenspiegel- und Sitzheizung, oder auch das Radio. Deshalb sollte man diese Stromfresser auch alle abschalten, wenn man versucht, das Auto doch noch mit dem letzten Rest der Energie in der Batterie zu starten.

Und da so etwas ja zum Glück nur selten vorkommt, stand ich wieder mal vor der offenen Motorhaube und überlegte: Wie muss ich eigentlich genau überbrücken, um nichts kaputt zu machen? Hier sind die wichtigsten Tipps:

Starthilfe mit dem Überbrückungskabel

Wenn man einen Wagen mit der Energie eines anderen überbrücken will, dann stellt man die beiden Autos Motorhaube an Motorhaube und verbindet zunächst die beiden Pluspole der Batterien mit dem roten Kabel. Erst an dem Wagen mit der vollen Batterie, dann an der leeren. Danach kommt die Verbindung zwischen den beiden Minuspolen. Dazu schließt man das Kabel zuerst bei der vollen Batterie an – auf der anderen Seite aber nicht am Minuspol der leeren Batterie, sondern besser an einem blanken Metallteil. Achtung: Die beiden Klemmen dürfen sich auf keinen Fall berühren, wenn sie unter Spannung stehen, sonst kann es einen Kurzschluss geben.

Als nächstes muss man den Wagen mit der intakten Batterie starten und erst danach den Zündschlüssel des zweiten Autos drehen. Wenn die Batterie durch die vorherigen Startversuche komplett leer ist, dann sollte man das Überbrückungskabel mindestens 10 Minuten dran lassen, damit sie sich ein wenig regenerieren kann.

Jetzt in dem Wagen mit der leeren Batterie einige Stromverbraucher einschalten, damit die Elektronik beim Abklemmen der Kabel keinen Schaden durch mögliche Spannungsspitzen bekommt. Dann entfernt man zunächst das schwarze Kabel, danach das rote.

Jetzt aber nicht gleich den Motor wieder abschalten, sonst ist nichts gewonnen. Stattdessen alle nicht benötigten Stromverbraucher ausschalten und eine längere Fahrt (möglichst außerhalb der Stadt) machen – empfohlen werden mindestens 20 Minuten. (Wichtig: Auf keinen Fall unterwegs, etwa vor einer geschlossenen Schranke, den Motor ausschalten, sonst hat man ein Problem.) Nur so kann sich die Batterie wieder soweit aufladen, dass sie den nächsten Startvorgang übersteht.

Auf jeden Fall macht es dann Sinn, die Kapazität der Batterie bei nächster Gelegenheit testen zu lassen – und auch zu schauen, ob die Lichtmaschine die Batterie noch ausreichend lädt - damit das ganze Spiel nicht nach einigen Tagen von vorn beginnt…

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Über den Autor

Jan Müller-Tischer

Seit 50 Jahren bin ich Itzehoer. 30 Jahre davon war ich als Reporter unterwegs. Erst bei der Zeitung, dann beim Radio und danach viele Jahre beim Fernsehen. Und jetzt bei den Itzehoer Versicherungen. Ganz was anderes? Nö - denn der Job ist immer der gleiche: Es geht darum, komplizierte Dinge schnell und einfach rüberzubringen.

Was macht eigentlich? Wie geht eigentlich? Wozu brauche ich eigentlich? Darüber blogge ich hier.